Tag 11 – Karschau (Schlei) – Niesgrau (Geltinger Bucht)

Heute queren wir vom Fluß Schlei wieder an die Küste. Diese Gegend ist eher Strukturschwach, kein Supermarkt, keine Bäckerei nicht einmal eine Tankstelle. Das Frühstück besteht daher aus Brombeeren vom Wegesrand – ganz Paleo.

Wir laufen auf Feldwegen und Straßen, die meist nicht mal mehr Fahrbahnmarkierungen aufweisen. Das hat den Vorteil, dass uns auch kaum Auto begegnen. Die Häuser und Höfe entlang des Weges sind wie aus dem Magazin “Landlust” kopiert.

 

Die Reetdächer mit dem für diese Gegend typischen Hängedachfirst, bunte Blumenrabatten und meist einem imposanten Hofbaum. Die Rotbuche, Linde oder Eiche steht solitär und konnte so ihre ganze Pracht entwickeln und verweist durch ihre Größe auf das Alter des Hauses und viele durchlebte Epochen.

 

 

Auf den Felder stehen fast ausnahmslos über mannshohe Maispflanzen. Dazwischen Weiden und Wiesen mit Pferden, Schafen, Ziegen und Rindern und einmal sogar einer Gruppe Rehe. Wir werden umschwirren von Schmetterlingen und kecken Schwalben, die scheinbar froh sind für ihr akrobatischen Flugkünste ein kleines Publikum gefunden zu haben.

Der Weg, führt uns auch an einer mythischen Versammlungsplatz, dem Guly Thing, vorbei, an dem in Urzeiten gerichtet und beraten wurden.

Wieder an der Küste zeigt sich, das die Sommersaison zu endet geht. Im Segelhafen vor Niesgrau wird ein Boot, die häufig Flensburgern und Hamburgern gehören, nach dem anderen an Land gebracht und für den Winter eingelagert.

Uns Quartier trägt den schönen Namen “Mein Ostseeplätzchen” und tatsächlich haben wir von Zimmer aus Blick auf die See, denn Hafen und davor grasende Kühe.

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