25,3 Kilometer (2.602,3 km), Nachtwanderung, sonnig bis 36 Grad
Mit der Parkbank am letzten Abend war es auch nix. Zwar geht die Zeit langsam voran, aber Entspannung stellt sich nicht ein. Mein nächstes Ziel für diesen Tag ist ebenfalls ein Campingplatz rund 7 Kilometer vor Estepona. Wenn ich sowieso nicht schlafen kann, kann ich auch laufen und ich entscheide mich für eine langsame Nachtwanderung, um früh am Campingplatz zu sein.

Auf dem GR249 immer an der Strandlinie entlang, Heimkehrer der abendlichen Vergnügen kreuzen meinen Weg. Rund 4 Kilometer weiter komme ich auf eine Vergnügungsmeile aus Bars, Restaurants und Clubs. Eine torkelnde, laute Menschenmenge der ich mich schnell entziehen möchte, aber das dauert seine Zeit.

Weiter auf beleuchteten Wegen, zumindest anfänglich.

Es folgen keine Orte mehr, sondern nur Strandanschnitte nacheinander

Immer wieder mache ich längere Pausen auf der Strecke, ich habe ja Zeit und will nicht im Morgengrauen vor dem Campingplatz stehen.

Ich laufe rund 16 Kilometer auf den Strandwegen, am frühen Morgen führt der Weg wieder an der AP-7 entlang, das ist laut und unangenehm. Autofahrer hupen gelegentlich, dass dieser Weg hinter der Leitplanke nicht erlaubt ist, weiß ich auch.

Noch rund 4 Kilometer zeigt das Navi an und nach fast 60 Kilometern habe ich auch keine Lust mehr.

Ich bekomme noch den letzten Platz auf dem Campinggelände, kurz Zelt aufgebaut, Dusche und Frühstück im Resto – schlafen kann ich gerade nicht. Der Tag vergeht mit Essen und Strand, es ist einfach zu heiß, es wird eine kurze Nacht, die Temperatur hoch und die Nachbarn feiern bis 1.00 Uhr.
Hallo Robert.
Da ist ja dumm gelaufen für Dich.
Nach so vielen Kilometern und schlaflosen Nächten,
bekommt der Satz „im Gehen schlafen“
ein große Bedeutung.
Da hilft kaum noch ein Kaffee.
Wir drücken Dir die Daumen, das die nächste
Unterkunft, für einiges entschädigt.
Viele liebe Grüsse
Karin