Tag 3 – Hoy´s Monument – Brook (IoW)

Von St. Cathrines Hill nach Brook, 21,13 km 809 hoch,937 runter

Wir haben wunderbar geschlafen und das Haus ist auch am morgen großartig. Ein „Butler“ serviert uns im Salon ein Full English und erfragt „white or brown bread?“ Wir nehmen beides und alles schmeckt köstlich.

Gestärkt und ausgeschlafen machen wir uns auf den Weg. Noch einmal vorbei am Hoy´s erreichen wir bald eine andere Sehenswürdigkeit der Gegend – das St. Cathrine`s Oratory. Ein mittelalterlicher Leuchtturm, der schon seit 1313 also siebenhundert Jahren hier steht. Das wundert uns nicht, denn hier gibt es eine einzigartige Rundumsicht über Meer und Land, die von uns reichlich fotografiert wird.

Weiter führt der Weg über Weiden, diesmal erfreulicherweise bergab immer in Richtung Küste und statt Schafen begegnen uns heute Kühe und Kälber. In Gore Down passieren wir einen Eiswagen, noch pappsatt vom Full English schlagen wir das Angebot aus – was wir schon bald bitter bereuen werden. In Blackgang zeigt sich die Nähe zur Küste auch an den vom auflandigen Wind schiefen Grabsteinen und nach gut fünf Kilometern erreichen wir die lange Steilküste. Vielleicht sehen wir dort vorne schon die Ortschaft Brook, wo wir heute Nacht Quartier nehmen wollen.

Die Küstenlinie ist spektakulär und wir werden zahlreichen Campingplätze passieren, wo die Bullies dicht an der Klippe stehen. Nur der Costal Path ist dichter an der Kante, deren nächste Phase deutliche Risse ankündigen. Unter uns immer der Sandstrand am dem nur vereinzelte Besucher und hier und da Strandgut zu sehen ist und der weite Blick über das Meer. Der Weg verläuft ohne Steigungen und wir kommen eigentlich rasch voran. Wenn da nicht eine Menge Schluchten wären, die uns einige Bonuskilometer bescheren. Denn oft liegt die Passage recht weit im Landesinneren.

So vergehen mehrere Stunden und wir werden Opfer unseres schlechten Proviantmanagements mit nur einem halben Liter Wasser pro Person und nichts zum Essen. Vergebens hoffen wir auf einen Shop oder zumindest Kiosk auf einem der Campsites. Zum Glück erinnern wir tief im Rucksack noch ein Päckchen Bonbons. Ein Stärkung die uns noch einige Kilometer weiterträgt.

Nach rund 5,5 Stunden Laufzeit wenden wir uns auf Höhe der Ortschaft Brighstone in Richtung Straße und da ist endlich ein Kiosk „Grange Farm“ mit köstlichen Automatenkaffee und Salaten in Plastikbechern und Wasser. Wir schlemmen und gehen bald weiter bevor die Beine gar zu schwer werden. Doch dafür sorgt schnell der Asphalt der Military Road der wir für rund fünf Kilometer folgen.

Wie gewohnt irren wir noch eine schmerzhafte Weile um unser Quartier bis wir das B&B „Clock House“ erreichen. Wiesen, Pferde, Hunde und ein gemütliches kleines Zimmer mit um so größerer Blumentapete und einer Dusche. Um unsere Freude noch zu steigern liegt nur wenige Meter entfernt das Pub „The Sun Inn

und damit die köstliche Möglichkeit für ein traditionelles britisches Dinner. Finger licking good – Brook ist rundum klasse.

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