Tag 4 – Brook – Norton (IoW)

Von Brook – Totland – Norton/Yarmouth, 17km

Wir stärken uns mit einem guten Frühstück für den Tag und freuen uns über die Zugwandtheit unserer Gastgeber. Heute wollen wir über die Inselspitze und Totland weiter bis Norton.

Unweit unserem Quartier liegt eine Bushaltestelle und da die Zeit passt lassen wir uns zur Freshwater Bay chauffieren. Von hier geht es weiter über den Tennyson Trail durch den „Needles Park“.

Eine Menge Busse auf den Parkplatz, Imbisse und Verkaufswagen zeigen an, dass es hier etwas besonderes gibt. In der Ferne konnten wir sie gestern schon erahnen – die Needles. Dabei handelt es sich um drei spektakuläre Kreidefelsen am Westzipfel der Insel. Die einst zum Landspitze gehörenden Felsnadeln gelten mit Recht als Natursehenswürdigkeit. Mit Sessellift und Bootstour kann man sie atemberaubend aus der Nähe bestaunen. Hier gibt es schöne Impressionen (in Englisch), die Reiselust wecken.

 

Die exponierte Lage wussten auch Militärs zu schätzen und so findet sich unweit die ehemalige geheime Raketentestanlage „The High Down Roket Test Site“ aus den 1950er Jahren als Großbritannien zu den Führungsmächten in Sachen Raketentechnologie zählte.

Eine Stippvisite lässt den Kalten Krieg erinnern und wir sind froh bald wieder durch die friedliche Natur zu stapfen. Der Weg führt durch Heide, Wacholder und Ginster und längst haben wir alle Ausflügler hinter uns gelassen und sind wieder allein. Von hier ist die Hauptinsel nicht fern und viele Segler tanzen im Blau.

Wir verlassen den Küstenpfad für einen Abstecher nach Totland. In dem Örtchen ist wenig los aber es gibt einen kleinen Laden wo wir, nach rund 14 Kilometern, eine Pastete ergattern. Bis zu unserem Quartier sind es noch knapp vier Kilometer. In der Ortschaft Norton wohnen wir in einem zum Wohnhaus ausgebauten Stall neben einem Herrenhaus. Die Wirtin ist im besten Sinne britisch und das vermietete Zimmer und das Gemeinschaftsbad ebenfalls. Nach der recht kurzen Tagesstrecke haben wir noch Energie für einen Ausflug ins mondäne Yarmouth. Eine Swing Bridge führt über den weit verzweigten River Yar in die beliebte Seglerstadt. Wir stöbern durch die Läden und kaufen uns nette Teebecher für zuhause. Mal sehen, ob wir sie heil dorthin tragen können. Zu guter letzt dinieren wir lecker in einem typischen Pub mit Pinte und Cider und schlummern bald tief und fest im Himmelbett.

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