Tag 3: Bremerhaven (E9)

Von Wremen nach Bremerhaven , ca. 20 KM 

Und weiter geht es auf dem Deich immer weiter in Richtung eines Waldes aus Kränen. Was wir noch nicht ahnen, es ist der Containerhafen. Wie von Geisterhand schweben hier die Güterboxen.

Schon bald müssen wir den Deich verlassen um einer Asphalttrasse zu folgen. An dieser Stelle der Logistikkette ist der Mensch wieder unverzichtbar. Und so donnern LKWs mit Seecontainer im Minutentakt an uns vorbei. Kein Wunder, denn wie wir später erfahren ist der Containerhafen in Bremerhaven der siebtgrößte in Europa. Und wir beide mitten drin.

Da brauchen wir erst einmal eine Stärkung und so machen wir es den harten Jungs von der Landstraße gleich erst mal etwas aus der Fritteuse und dann …

 

Weiter geht es. Inzwischen haben wir den Autohafen erreicht.

Und rund eine Stunde später.

Mit dröhnendem Kopf und mächtig beeindruckt erreichen wir unser Quartier im gentrifizierten Hafenviertel.

Von hier aus haben wir es nicht weit ins Deutsche Auswandererhaus. Dieses ist auf jeden Fall einen Besuch wert und man sollte Zeit mitbringen. Auch weil im Online-Archiv selbst gestöbert werden kann, ob Menschen mit dem eigenen Namen oder aus der eigenen Stadt unter den rund 7 Millionen Deutschen waren, die jenseits des Atlantiks ein besseres Leben suchten.

Überhaupt lädt das interaktive Museum ein zu stöbern in Fächern und Laden und den Weg vom Anleger, die Bedingungen der Überfahrt bis zu den bangen Minuten im Immigration Office.

Auch die Umstände zuhause, die mehr als 44 Millionen Europäer den Schritt in die Auswanderung wählen  ließen, werden erstklassig erläutert.

Auch uns zieht es im Anschluss in die Ferne und was uns treibt ist der Hunger. Couscous, Tajin und Minztee schlemmen wir in einem marokkanischen Restaurant auf der Shopping-Meile.

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