Tag 17 – Marschwiesen

Von Fokstugu zum Campingplatz Hageseter (ca. 20 KM)

Die Sonne lacht und dennoch sind es um 7:30 Uhr nur 8 Grad. Wir verlassen die Pilgerunterkunft von Laurits und Christiane Fokstugu, die wie die meisten ihrer Art ein bewohnbares Museum ist.

Möbel und Gebrauchsgegenstände aus unterschiedlichen Jahrzehnten oder gar Generationen geben eine Atmosphäre von Beständigkeit. Vintage Charme wie man heute sagt. Wir haben uns dort gut erholt und machen uns auf den Weg, der uns heute durch weite Marschflächen führen soll.

Es geht direkt 200 Höhenmeter hinauf und wir laufen am Rande des Fjells durch das Naturschutzgebiet. Ständig löst ein schönes Panorama das nächste ab. Es ist sehr meditativ über Stunden durch eine geschützte Landschaft zu spazieren, die seit Jahren nur von der Natur selbst gestaltet wird. Noch einige Male kommt Fokstugu ins Bild doch sonst gibt es über eine lange Strecke kein Zeichen von Zivilisation, bis auf die Dovrebahn, deren Bau 1923 den initialen Impuls für den Nationalpark gab.

Wir rasten nach gut 8 KM im Café von Furuhaugli Turisthytter und treffen auf einen sehr jungen Mann, der für uns Cappuccino und frisches Waffeln mit Marmelade und Rahm bereitet. Zurück auf dem Wanderpfad ergänzt bald die Nationalstraße E6 das Bild und ihr Klang begleitet uns die zweite Hälfte des Weges.

Dieser schlängelt sich auf schmalen Pfaden, die Steinen, Wurzeln und Pflanzen kontinuierlich zu Balancierwegen machen hinauf und hinab. Zusätzlich fordert das Passieren von Bächen, sumpfigen Wiesenpassagen und Bohlenwegen unsere Konzentration.

Mit sehr müden Beinen und Knien wird der schöne Weg zunehmend beschwerlicher und wir sind froh Hageseter Turisthytter zu erreichen.

Ein Gläschen auf der sonnigen Terrasse und ein warmes, sehr leckeres Abendessen (frische Forelle, die aus einem Fjellbach) lassen das Wandererherz höher schlagen und fördern unsere ausgezeichnete Erholung über Nacht.

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