Tag 25 Lons-le-Saunier – Beaufort

26,9 Kilometer, 710 HM, sonnig bis 28 Grad

Das war bis jetzt der härteste Wandertag der Tour, viele Höhenmeter auf schlecht begehbaren Wegen in Kombination mit Sonne und bis zu 28 Grad. Das wird in Spanien sicher noch heisser werden, ich hoffe jedoch, das ich mich bis dorthin akklimatisiert habe.

Los geht es vom Campingplatz in die Innenstadt, auf der Suche nach einem gemütliche Café.

Ein Kaffee und Croissant und schon mache ich mich auf den Weg

Auf dem Weg werden auf den Zuführungsstrasse die jeweiligen Höhenmeter angezeigt

Nach rund drei Kilometern befinde ich mich im Réserve Naturelle de la Côte de Mancy. Dort treffe ich bei einer Pause einen Biologen des Reservates bei der Arbeit. In der Unterhaltung wird klar, dass er bereits seit 20 Jahren dort tätig ist, heute bei der Bestimmung der Population eines Nachtfalters, der im Herbst fliegt, aber schwer zu finden ist. Der Biologe bedient sich eines Tricks, wie er mir erläuterte, in dem er zwei unterschiedliche Büsche untersuchte, dort die Nester identifizierte und die Raupen zählte. Die Raupen des Nachtfalter frassen nur diese beiden Buschsorten. Aufgrund der Nester und Raupen konnte er die Population im Herbst hochrechnen – clevere Idee. Noch ein kurzer Austausch über meine Strecke und Vorteile des Schuhwerkes, wir beide tragen das gleiche Modell, und schon trennten sich unsere Wege wieder.

Weiter aufwärts nach Marconay, den höchsten Punkten des heutiges Tages entgegen.

Sicht aus 550 Metern im Ausläufer des Jura, die Schweiz ist nur 70 Kilometer entfernt.

Mehrfach geht es nun über jeweils 250 HM rauf und runter. Leider sind teilweise die Wanderwege nur schwer zu behehen.

Aufwärts durch hüfthohe Brennnesseln, man sieht den Untergrund nicht
Abwärts mit Geröll

Hie und da auf dem Weg noch besondere Überraschungen.

Und wieder zurück und neuen Weg suchen

Teilweise sinkt die Kilometerleistung auf 1-2 pro Stunde, das verlängert den Wandertag sehr deutlich. Weiter geht es als nächste Teiletappe durch ein grösseres Waldstück mit neuen Herausforderungen.

Eine Waldrodung hat auch den Wanderweg unkenntlich gemacht, 15 Minuten Suche und wieder auf dem Weg.

Es geht auf den Sonnenuntergang zu und ich wähle einen längeren Weg über die Landstrassen statt durch den Wald, eine gute Entscheidung, auf der Strasse konnte ich schneller zu meiner Unterkunft kommen.

Dort war bereits Ash, ein amerikanischer Radtourenfahrer, im Haus, wir teilten unsere mitgebrachten Mahlzeiten und probierten eine Flasche Wein, die er unmotiviert gekauft hat, zu einem sehr geringen Preis – war besser als vermutet 😂.

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